Hellste-Koepfe. Januar 2014: TNM-Klassifikation des Hypopharynx-Karzinoms.
Wir planen Wartungsarbeiten am 12. April 2010 in der Zeit von 11 bis 18 Uhr.

Januar 2014: TNM-Klassifikation des Hypopharynx-Karzinoms
eine Rezension von Dr. Annika Keulers, Uniklinik Marburg

Titel: Hypopharynx-Karzinom: TNM-Klassifikation

Autoren: K. Reimann, M.Horger, M. Schulze

In: Fortschr Röntgenstr, Dezember 2013, Band 185: 1119-1123


"Gelungene Übersichtsarbeit mit vielen schönen Bildbeispielen zum klaren Verständnis von Anatomie,  Bildgebung und Klassifikation des Hypopharynxkarzinoms"

Kurzbeschreibung & Hintergrund

Das Hypopharynxkarzinom zeigt in den letzten Jahrzehnten eine steigende Inzidenz und tritt zunehmend auch als Rezidiv- oder Zweitmalignom auf. In der klinischen Routine gehört die Beurteilung von Untersuchungen des Halses zu den anspruchsvollen Aufgaben. Dies ist unter anderem auf die komplexe und detaillierte Anatomie, eine zum Teil eingeschränkte Evaluation durch Zahnprothesen und Bewegungsartefakte oder auch auf ausgedehnte postoperative Veränderungen zurückzuführen.

Diese Arbeit bietet sowohl einen guten Überblick über allgemeine Fakten und vermittelt gleichzeitig detailliertes Wissen zur Befundung der entsprechenden Schnittbilder. Den Autoren der Universität Tübingen gelingt es, das Thema in übersichtlich zu gliedern und Wissen bezüglich Pathologie, Staging und Bildgebung  anschaulich zu vermitteln.

Inhalt

Das Paper beginnt mit einer Übersicht über Epidemiologie und Klinik des Hypopharynxkarzinoms bevor es auf die Anatomie des Kehlkopfes eingeht. Der Hauptteil widmet sich den für die in der Schnittbildgebung relevanten Befunden und deren Einordnung entsprechend der TNM-Klassifikation. Ein Schwerpunkt liegt auf der Größe und lokalen Ausbreitung der Raumforderung. Es werden typische Infiltrationswege und Lymphdrainagewege der entsprechenden Tumorlokalisationen ausgeführt. Weiterhin wird im Einzelnen auf die jeweils für MRT und CT spezifischen Kriterien einer Fettgewebs-, Muskel- und Knorpelinfiltration eingegangen. Die entsprechenden Veränderungen werden im Detail erläutert und anhand mehrerer Bildbeispiele anschaulich demonstriert. Abgeschlossen wird mit einem kurzen Überblick über die Stadien-adaptierten Therapieoptionen.

Fazit

Dieses Paper fasst das komplexe und oft gemiedene Thema des Hypopharynxkarzinoms ausführlich und doch übersichtlich zusammen. Insgesamt eine verständliche und anschauliche Lektüre als guter Leitfaden bei der Beurteilung von entsprechenden CT- und MRT-Untersuchungen.

 

X KommentareNeuer Kommentar