Hellste-Koepfe. Buch des Monats Juni 2015.
Wir planen Wartungsarbeiten am 12. April 2010 in der Zeit von 11 bis 18 Uhr.

Buch des Monats Juni 2015
kommentiert von PD Dr. Diane Renz, Universitätsklinikum Jena

Bildgebende Diagnostik der Hand

 
Rainer Schmitt / Ulrich Lanz (Hrsg.)
2014, 3. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage, 718 Seiten, 1783 Abbildungen, gebunden. Thieme: Stuttgart, New York

ISBN 978-3-13-128723-6

 


Kurzbeschreibung

Die Bildgebung der Hand beinhaltet hohe diagnostische Herausforderungen. Die dritte, komplett überarbeitete Auflage des Standardwerkes „Bildgebende Diagnostik der Hand“ ist äußerst empfehlenswert unter anderem aufgrund seiner ausführlichen anatomischen Beschreibungen der topografisch schwierigen Region und seinen detaillierten klinischen Informationen, inklusive der Angabe von Therapieoptionen. Neben dem ausführlichen klinischen Bezug sind die umfassende und sorgfältige Darstellung sowie das exzellente Bildmaterial besonders hervorzuheben.

Zielgruppe

Das Fachbuch richtet sich zum einen an Radiologen – an Assistenz- und Fachärzte – zum anderen aber explizit auch an klinische Kollegen aus der Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie sowie Rheumatologie. Diese Interdisziplinarität spiegelt sich auch darin wider, dass das Buch gemeinsam von dem Radiologen Herrn Prof. Dr. Rainer Schmitt (Bad Neustadt) und dem Handchirurgen Herrn Prof. Dr. Ulrich Lanz (München) herausgegeben wurde.

Aufbau

In den ersten Kapiteln werden die verschiedenen bildgebenden Modalitäten detailliert vorgestellt, darunter die Projektionsradiografie, Computertomografie und Magnetresonanztomografie (MRT), inklusive der Bereitstellung von Untersuchungsprotokollen. Anschließend folgen ausführliche anatomische und funktionelle Grundlagen für die Diagnostik an der Hand. Den Großteil des Fachbuches nehmen die vielfältigen Handpathologien ein, wobei die unterschiedlichsten zugrundeliegenden Ätiologien, darunter Verletzungen, Entzündungen, Stoffwechselerkrankungen oder Tumoren, Berücksichtigung finden.

Die Pathologien an der Hand beschreibt das Buch umfassend anhand anatomischer Grundlagen, der Pathophysiologie, der klinischen Symptomatik, der wichtigen Klassifikationen, der Differenzialdiagnosen, der bildgebenden Diagnostik mittels der verschiedenen radiologischen Modalitäten und der Therapiemöglichkeiten. Am Ende eines jeden Kapitels wird für Interessierte auf weiterführende Literatur verwiesen.

Didaktik

Das Fachbuch ist sehr ausführlich und detailliert gestaltet und daher vor allem für ein umfassendes Nachschlagen geeignet. Neu an der dritten Auflage, welche exakt zehn Jahre nach der zweiten Auflage des bekannten Werks erschienen ist, sind die detaillierte Beschreibung von anatomischen Grundlagen zu Beginn der klinischen Kapitel. Der Sonografie, der Kinematografie (Dokumentation von Bewegungsabläufen unter Durchleuchtung) und der kontrastmittelgestützten MR-Arthrografie wurden in der Neuauflage ebenfalls eine höhere Bedeutung beigemessen.

Mit insgesamt ca. 1800 Abbildungen werden die Untersuchungsmodalitäten, die anatomischen Grundlagen und vor allem die zahlreichen Pathologien visualisiert, wobei das Bildmaterial in der aktuellen Auflage zu mehr als 50% neu ist und durchweg qualitativ hochwertig ist. An der einen oder anderen Stelle hätte eine größere Anzahl von Pfeilen in den Abbildungen für weniger erfahrene Ärzte die Verständlichkeit erhöht. Für eine hohe Übersichtlichkeit sorgen neben dem gut verständlichen Text vor allem auch die vielen Schemazeichnungen und Tabellen. Zahlreiche Befundungsbeispiele laden die Leser zum Mitraten ein und liefern ihnen eine Vorlage für einen fundierten radiologischen Befund. In einem zusätzlichen Online-Angebot stehen mehr als 90 Videofilme mit weiteren Fallbeispielen zur Verfügung. Didaktisch hervorzuheben ist an dem Fachbuch in erster Linie seine Verbindung zwischen der radiologischen Bildgebung und den ausführlichen klinischen Informationen.

Preis

Der Ladenpreis beträgt 249,99 €.

Fazit

Die dritte Auflage des Fachbuches „Bildgebende Diagnostik der Hand“ ist äußerst empfehlenswert, vor allem weil es neben der anspruchsvollen radiologischen Bildgebung der anatomisch schwierigen Region detaillierte, aktuelle klinische Informationen – inklusive Therapieoptionen – liefert. Durch seine umfassende Darstellung, seine Übersichtlichkeit mit vielen Schemazeichnungen und Tabellen sowie sein exzellentes Bildmaterial eignet sich das Buch als ausführliches Nachschlagewerk in der täglichen klinischen Praxis.

 

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